Donnerstag, 6. März 2014

KAPITÄN HIERRO - UNO DI NOI


Am vergangenen 4. März fanden sich insgesamt 30 Altstars in der Schweizer Hauptstadt ein, um beim Benefizspiel zu Gunsten der Opfer eines Taifuns auf den Philippinen teilzunehmen. Zidane & friends traten gegen eine Auswahl der Berner Young Boys an. Wenn es um Fussball-Legenden geht, ist eine grosse Präsenz von ex-Real Spielern vorprogrammiert: So waren nebst Zidane auch Hierro, Ronaldo, Salgado, Mendieta, Suker, Cannavaro, Makelele, Ronaldo und Figo dabei.

Nach Kontaktaufnahme mit Real Madrid und insbesondere mit Emilio Butragueño empfing Real-Legende Fernando Hierro mehrere Vertreter von berna madridista zu einem Kaffee im Hotel und nahm von diesen nebst einem kleinen Geschenk eine Fotosammlung von Reisen berna madridistas entgegen. Er drückte daraufhin seine Anerkennung für die hohe Aktivität des Fanklubs aus und ermutigte berna madridista, weiter einen kämpferischen und aktiven madridismo zu verfolgen. Auf die häufig fehlenden dankbaren Gesten der Spieler gegenüber den an Auswärtsspiele angereisten Real-Fans angesprochen meinte der dreifache Champions League Sieger: „Als ich Kapitän war, zerrte ich immer jeden Spieler mit zu unseren Fans, egal wie das Resultat aussah. Ich weiss, wie viele Kilometer z.T. von den madridistas zurückgelegt werden, was das für einen Aufwand für euch alle bedeutet. Der Klub muss ganz klar den Kapitänen den Auftrag geben, sich jeweils mit der ganzen Mannschaft für den Support bedanken zu gehen.“ Kritisch äusserte sich Hierro auch gegenüber der madrider Sportpresse.

Bezüglich seiner Zukunft schloss Hierro eine Rückkehr zu Real Madrid nicht aus. Und er würde gerne einmal als Trainer arbeiten, jedoch vorerst ausserhalb Spaniens, da dort der Druck riesig wäre. Ob Bern in Frage kommen würde? „Warum nicht!“, meinte Hierro lachend, fügte aber an, dass sein guter Freund Raúl zielstrebig Richtung Trainerkarriere arbeite...

Hierro spielte fast 15 Jahre lang beim Hauptstadtklub, wo er 3x die Champions Leagues, 5x die Liga, 1x die Copa del Rey, 4x den spanischen Supercup, 2x den Interkontinental-Cup und einmal den europäischen Supercup gewann. Hierro ist der letzte Kapitän Real Madrids, der einen Europa-Pokal in die Höhe gestemmt hat. Für manche ist er zudem der letzte grosse Kapitän, der den Klub komplett vor seinen Ruf und seinen persönlichen Ruhm gestellt hat.

Nachdem er von Málaga als nicht gut genug befunden worden war, ging der junge Fernando zu Valladolid, wo er beim verlorenen Cup-Final gegen Real Madrid so beeindruckte, dass er bei RMCF landete. Wo er für immer seine Spuren hinterlassen würde...


Zu Beginn im defensiven Mittelfeld positioniert, schoss er Tor um Tor (Saison 91/92: 21 Tore in 37 Spielen), konsolidierte sich dann aber zunehmend als Abwehrchef – und wurde zu einem der besten Innenverteidiger aller Zeiten. Schnell und hart (mit dem Alter weniger schnell, dafür umso härter), viel Charakter, ein gespanntes Verhältnis zu den Schiedsrichtern, beeindruckendes Kopfballspiel (Vorteil seiner 187cm), ein stets gutes Timing, ein hervorragendes Aufbauspiel und ein besonderes Talent bei stehenden Bällen (viele Freistoss- und Elfmetertore). Das alles war Hierro. Selbst in seinen nicht mehr so guten Jahren, wusste jeder, dass er bei grossen Spielen nicht enttäuschen würde.

Unvergessen für jeden madridismo sein Kampfgeist bei Spielen gegen Barcelona. Legendär sein Zeigefinger, den er bedrohlich und anklagend ins Gesicht vieler Gegner und Schiedsrichter hielt. Und grandios viele seiner Tore, wie der Kopfballtreffer für Spanien gegen Europameister Holland (mit Laudrup), der die Qualifikation für die EM 1994 bedeutete.


Zusammengefasst, ein einzigartiger Spielertyp, den viele von uns gerne in der aktuellen Mannschaft hätten: Sowohl als Kapitän, in der Verteidigung, als auch neben dem Platz und hinter den Mikrofonen der Pressekonferenzen. Ein Kapitän mit Ecken und Kanten, dem Wappen aber im Herzen.

Mit seiner Geste, sich für uns Zeit zu nehmen, hat Fernando Hierro einmal mehr seinen madridismo bewiesen. Nicht dass dieser jemals in Frage gestellt worden wäre: Anders als andere Kapitäne bei RMCF verlor Hierro die wahre Wichtigkeit seiner Bestimmung nie aus den Augen und nie aus dem Sinn: Das Wappen auf der Brust zu verteidigen und den madridismo nicht zu enttäuschen. Und wenn er sich dafür viele Feinde machen musste, dann macht er er sich diese halt.

UND WENN ER DABEI DEM GEGNER AN DIE GURGEL GEHEN MUSSTE, 
DANN TAT ER DIES HALT!

CAPITAN FERNANDO RUIZ HIERRO, EISERNER MADRIDISTA!




  






Donnerstag, 27. Februar 2014

No Ultras No Tifos! - Reise nach Gelsenkirchen


Nach mehr als sieben Stunden Carfahrt über Basel und Düsseldorf, die mit viel Bier versüsst wurden, erreichten wir endlich unsere Destination. Zusammen mit den Kameraden aus Madrid, Wien und Zürich nahmen wir den üblichen Kampf mit den UEFA-Richtlinien auf. Trotz vorheriger Anmeldung wurden uns die üblichen Steine in den Weg gelegt, so dass es eine gute Stunde ging, bis wir passieren konnten. Nach der WDR-Reportage von letztens über den argentinischen Fussball, wo die Leidenschaft ins Stadion stürmt und man den Begriff „Sitzplatz“ gar nicht kennt, eine harte Landung in der Realität des modernen Fussballs.
 
Was soll’s. Schliesslich war es soweit: Das Tifo lag bereit zum Ausrollen und der Auswärtsblock füllte sich mehr und mehr – Auswärtsblock? Viel zu viele als Toreros verkleidete Clowns, viel zu viele  halb Real / halb Schalke Schals, um ihn als Auswärtsblock zu bezeichnen. Das übliche Bild, wenn RMCF spielt. Dass uns das die Choreo erschweren würde, war uns klar. Denn unsere Aktion wurde dann tatsächlich durch diese Leute gefährdet, die es als wichtiger betrachten, die Spieler bei Betreten des Feldes zu filmen (alle gemeinsam, so dass wir dann 1'000 identische Videos auf Youtube finden) als die Irrationalität, für ein würdiges Empfangen der Mannschaft und das Wappen, während 3 Minuten ein mit viel geopferter Freizeit erarbeitetes Tifo auszubreiten.

Es erklang Musik und alle Schalke-Fans hielten ihre Schals in die Höhe (im Real-Sektor waren es mehrheitlich Kameras). Die fehlende Kooperation vieler Real-Fans liess das Spruchband unleserlich erscheinen, wenigstens wurden die Wappen richtig ausgebreitet. Befehle und Verwünschungen entwichen uns am Laufband.  Der RMCF-Sicherheitsbeauftragte vor Ort  stand schweigend daneben. Ihm stand kurioserweise das Verständnis für unsere Frustration ins Gesicht geschrieben.  Und diese unfähigen und nicht in ein Fussballstadion gehörenden Touristen? Mit grossen Augen schauten sie uns an, verstanden unsere Wut nicht, begriffen unsere Leidenschaft nicht und werden sie auch nie kapieren.

Und so überrascht es nicht, dass beim Stand von 5-0 für Real in einem Achtelfinal CL-Spiel diese Halbschuh-Modefans sitzend da sassen, während die Schalkner sangen als wären sie im Finale und uns in diesem Bereich eine Lektion erteilten. Zu viele im Gästeblock machten den Mund nur auf, um wie kleine Mädchen „Iker“ oder „Cristiano“ zu kreischen. Und vor uns spielte unser RMCF... in Weiss? Nein, in schillerndem Orange.

Wir hatten es erwartet - aber könnte doch sein, dass es eine Ausnahme gibt? Nein. Nach dem Sieg überquerten unsere Spieler knapp die Mittellinie, um kurz winken, und dann in den Whirlpool zu springen. Neidisch schweifte der Blick nach rechts, wo die mit 6-1 untergegangenen Königsblauen zu ihren Fans liefen und sich für den Support bedankten.  Und so sangen wir halt vor leerem Feld:

„...UN SENTIMIENTO, NO TRATES DE ENTENDERLO...! „

Man kann sich seinen Klub nicht aussuchen. R. Madrid, Opfer des eigenen Erfolgs. Für unsere Genugtuung bleiben unsere heiseren Stimmen, das Weiterkommen ins Viertelfinale und, nicht zuletzt, die Bilder des Tifos. Dem Tifo von Ultras Sur, der einzigen Fangruppe Reals in Madrid, die immer die Mannschaft unterstützt, ob bei 1-6 oder 6-1. Der Fangruppe, die vom Präsidenten aus dem Bernabéu verbannt wurde.

Deshalb, damit dieser weiss, dass er ohne US keine Tifos im Bernabéu zu erwarten hat, hier nochmals die Botschaft unseres Spruchbands:























NO ULTRAS – NO TIFOS

... und damit auch keine Leidenschaft, und damit auch kein Fussball! 

Donnerstag, 20. Februar 2014

We care about... football ?


Die Durchführung einer Fussball-Weltmeisterschaft in einem Land, das dazu gar nicht bereit ist, einfach weil dort dieser Sport gar nicht praktiziert wird und die Vergabe dieser WM an dieses Land einzig und allein aus ökonomischen Gründen zustande kam, hat zu einer desaströsen Vorbereitung geführt. Der Zeitdruck beim kompletten Neubau von Hochglanz-Fussballstadien und Trainingseinrichtungen, die Skrupellosigkeit der Bauführer, das Prestige-Denken der lokalen Politiker und die Kurzsichtigkeit der FIFA, die dies überhaupt möglich gemacht hat, hat zum Tod von bereits über 400 Arbeitern geführt.

400 tote Menschen. Dies ist der Preis, den die Weltfussball-Oligarchie bereit ist zu bezahlen, um im Namen der Korruption und der Öldollars eine WM in den Wüsten Katars durchzuführen. Unter dem Motto „We care about football“, „fairplay“ und anderem Gesülze. Aber wetten, hier verlangt niemand einen Boykott.

Dies ist nicht der Fussball für den wir einstehen. Unser Beileid an die Familien der Verstorbenen. AGAINST MODERN FOOTBALL! 

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Was ist los im Fondo Sur?



Die Südkurve im Bernabéu hat in den letzten Jahrzehnten verschiedene Etappen durchlebt, seit die Gruppe Ultras Sur im Jahr 1981 darin ihren Platz fand. Bis 1998 war die Gruppierung wie die gesamte Ultra-Bewegung dieser Zeit von gewalttätigen Ausschreitungen geprägt. Der Wendepunkt kam aber 1998 beim Europa-Pokal Spiel gegen Borussia Dortmund, als das Tor bei der Südkurve dem Gewicht der Fans auf den Zäunen nicht stand hielt. Als Konsequenz wurde Ultras Sur vom Klub an die kurze Leine genommen. Zuerst in die oberen Tribünen verbannt, später wieder hinters Tor gelassen aber streng kontrolliert.  Die politischen Symbole verschwanden von den Rängen und gewalttätige Vorkommnisse bekamen Seltenheitswert. Dafür wurde der Klub kooperativ. Es gab Hilfe bei der Organisation von Reisen und der Vorbereitung der berühmten Tifos. RMCF, sich der Wichtigkeit der Gruppe für die Stimmung im Stadion bewusst, gab Ultras Sur auch ein Kontingent an Tickets. Das alles im Gegenzug für die Verpflichtung der capos der Gruppierung, Ordnung zu halten. So entstand ein Vertrauensverhältnis zwischen RMCF und seinen treusten Fans.

Dies ist der Zustand bis im Jahre 2013. Mit 842 registrierten Ultras Sur, die die einzige Support-Quelle im ganzen verdammten Bernabéu darstellten. Ein Bernabéu, das seine Seele verlor, als sämtliche Stehplätze in den 90ern durch teure Sitzplätze ersetzt wurden. Nach 32 Jahren der Existenz von US hatte sich die Gruppe, auch bedingt durch die rigoroso Kontrolle durch den Klub, verändert: Es waren mittlerweile drei Generationen, die die Ränge teilten. Politik gab es kaum mehr und viele kamen einzig und allein aus einem Grund ins Stadion: RMCF anfeuern. Dazu war jeder Aufwand gerechtfertigt, und so wurde die Fussballwelt immer wieder Zeugin von höchst spektakulären und originellen Tifos.

Doch die Realität im Innern von Ultras Sur war weit komplexer als von aussen gesehen. Nach und nach kristallisierten sich zwei Parteien heraus, deren Antagonismus von Jahr zu Jahr grösser wurde. Auf der einen Seite, die „Klassischen“, vereint hinter dem Leader Alvaro Cadenas, dem Nachfolger des legendären Mitbegründers der Gruppe, José Luis Ochaíta. Diese Gruppe hatte viele Stadien gesehen und hatte ein etwas höheres Durchschnittsalter. Cadenas war die Ansprechperson des Klubs und hielt Ordnung bei US. Auf der anderen Seite, die jüngeren, die „Welpen“, angeführt von Persönlichkeiten wie „el Cani“ oder „el Niño“. Der Justiz häufig bekannt, wollen sie eine radikalere Umsetzung der Ultras-Mentalität, ohne Rücksicht auf Repressalien des Klubs. Bezeichnenderweise ist „El Niño“ ein ex-Mitglied von Frente Atlético, der Ultras des verhassten Nachbars At. Madrid. Ausserhalb dieser zwei Fraktionen findet sich dann noch eine Gruppe von „Neutralen“, die sich einzig und allein für den Fussball bzw. für Real Madrid interessieren.

Ohne US läuft momentan nichts im Stadion. 
Die „Welpen“ begründen ihren Aufstand gegen die Cadenas-Fraktion mit dem Vorwurf, diese bereichere sich auf Kosten der Gruppe durch eine mafiöse und korrupte Handhabung der finanziellen Mittel von US, die durch die organisierten Reisen sowie durch die Einnahmen des Bars "Drakkar" hereinkommen. Die Spannungen zwischen den beiden Parteien erreichte schliesslich am 9. November beim Spiel gegen Real Sociedad ihren Höhepunkt. Während die „Neutralen“ ins Stadion gingen, hatten die beiden anderen Fraktionen eine gewaltsame Auseinandersetzung in der Calle Marceliano Santa María, die mit mehreren Verletzten endete. Die Einigkeit von US war zerbrochen, der Klub handelte sofort: Wer nicht der Inhaber seiner Saisonkarte ist, kann nicht mehr in den Fondo Sur. Dies betrifft insbesondere die jüngere Fraktion, die häufig eine Saisonkarte geliehen erhielt, aber auch viele Unbeteiligte. Das ist der Grund für die grossen Lücken im Fondo Sur bei den letzten Heimspielen.

Die Vorkommnisse wurden von den Medien breitflächig abgedeckt, angeführt vom äusserst ungeschickten Artikel von Manuel Jabois „Der Countdown von Ultras Sur“. Jabois’ Artikel ist ein Beispiel von faulem Journalismus, voller Halb- und Unwahrheiten, Sensationsgeilheit und Gerüchten. Der Journalist bezeichnet US als „die gewalttätigste Gruppe Spaniens“, ignorierend, dass es seit sehr langem keine grossen gewalttätigen Ausschreitungen gegeben hat und dass US keine Todesfälle verantwortet wie Frente Atlético (Aitor Zabaleta, 1998) oder Boixos Nois (Frederic Rouquier, 1991). Jabois vergisst offenbar auch die spektakuäre Schlacht zwischen Anhängern von Athletic Bilbao und Anderlecht vor drei Jahren (2010), als in der stets so gerühmten „Kathedrale des spanischen Fussballs“ Fäuste flogen und Blut floss. Was übrigens auch gegen PSG (2011), Deportivo (2012) und Zaragoza (2013) geschah. Der Galizier ignoriert auch die Existenz von pro – ETA Gruppierungen im Fussball von Pamplona und San Sebastián. Oder die „Eskapaden“ der ultralinken Bukaneros (Rayo Vallecano), die jüngst beim bewaffneten und politisch motivierten Überfall auf die Universität Complutense in Madrid dabei waren. Stattdessen bezeichnet der Journalist Ultras Sur als „zwei Neo-Nazi Gruppen, die mit ihren Verbrechen angeben“. Alle Sektionen von US seien rechtsextrem, so Jabois, die meisten würden Hitler verehren und den Holocaust leugnen. Anstatt also (dies sollte ja die Essenz des Journalismus sein) differenziert die komplexe Realität einer Gruppierung mit fast tausend Personen unterschiedlichen Alters zu analysieren, wirft Jabois, wie so viele Medien, alle in den gleichen Topf: „Alles Nazis, alle extrem gewalttätig“. Und damit schürt er das Feuer der schwarzen Legende Madrids. Würde er stattdessen Mal die Südkurve aus näherer Distanz betrachten, dann würde er Grossväter mit ihren Enkeln und Familienväter mit ihren Kindern sehen, die einzig und allein das tun wollen, was 90% der restlichen madridistas nicht tun: RMCF anfeuern.

Wie steht es nun um die Zukunft des Fondo Surs? Wird Bernabéu tatsächlich zu einem echten Theater? Glücklicherweise arbeitet schon seit längerem eine Gruppe von madridistas (US und nicht-US) für eine Verbesserung der Stimmung mittels, unter Anderem, einer Vergrösserung der Kurve. Leider war dies aber für Florentino Pérez nie eine Priorität. Schlechte Stimmung? Die Real-Fans sind halt mehr der Typ Fussball-Liebhaber (wobei mit der Preispolitik v.A. Krawattenträger und Champagner-Schlürfer angezogen wurden). Mit dem Bürgerkrieg bei US ist dieses Thema jedoch zu einem Notfall geworden: Ohne US läuft gar nichts. Das Glück für Pérez: Mit der Winterpause hat er 5 Wochen Zeit, um eine Lösung zu finden.

Und so zeichnet sich die Schaffung einer „Grada joven“, einer „jungen Tribüne“ ab. Es wird von folgenden Eigenschaften dieser neuen Kurve ausgegangen. 

  • Vor der Sommerpause gibt es keine Vergrösserung des aktuellen Platzes von Ultras Sur (Kapazität von ca. 800 Personen).
  • In keinem Fall wird der von „el Cani“ oder „el Niño“ angeführte Teil von US reingelassen. 
  • Bis zur Sommerpause wird der Bereich von US wohl einerseits durch den „klassischen“ Teil der Ultra- Gruppe sowie neuen, jungen madridistas gefüllt (die ein entsprechendes Gesuch an RM einreichen können). Es werden nur Real Fans im Alter zwischen 16 und 35 und ohne Strafregistereintrag zugelassen werden. Das erste Spiel bei dem wir die „neue“ Kurve in Aktion sehen könnten, ist das RMCF – Celta Vigo vom 6. Januar.
  • Einen Namen für die Kurve gibt es offenbar noch nicht.
  • Für die nächste Saison wird die Kurve dann um 400 weitere Plätze erweitert. Das Ziel: Eine Fankurve von Cornerfahne zu Cornerfahne.
  • Wer in die Kurve will muss eine Mindestanzahl von Spielen vorweisen können.

Ob dies aber alles so eintrifft, ist abzuwarten. Viele Fragezeichen bestehen. Die Fan-Bewegung Reals ist im Umbruch. Was daraus gemacht wird, liegt auch an ihr. Es ist einfach zu hoffen, dass Real nicht lange vor Zehntausenden von piperos und Touristen und ohne seine treuen Anhänger des Fondo Surs spielen muss. Und das eines Tages Gegner wieder zittern, wenn sie das Santiago Bernabéu betreten. 

 SI QUIERES A TU EQUIPO, ANIMALO DE PIE! 




Dieser Artikel basiert in einem grossen Teil auf dem Artikel "El Fondo Sur de hoy y de mañana": http://www.fansdelmadrid.com/el-fondo-sur-de-hoy-y-de-manana/ 

Er wurde vom Autor verändert, angepasst und ergänzt.