Samstag, 24. August 2013

Wir sind zurück!


Fast vier Monate. So lange hat die Sendepause auf diesem Blog gedauert. Sie hatte ihre Gründe: Nach dem enttäuschenden Saisonabschluss mit dem Ausscheiden aus der Champions League, der Niederlage im Cupfinal und dem Weggang des erfolgreichsten Trainers der letzten Jahre, und nach einer Saison mit vollem Einsatz (unzählige Reisen an Heim- und Auswärtsspiele, Blogeinträge, Organisation von RMCF-Zusammenkünften und Essen, etc.) verging uns die Lust am Schreiben. Und am Fussball.

Und doch verging in der Sommerpause kein Tag, an dem nicht das Geschehen rund um Real Madrid verfolgt wurde. Auch wenn zum Teil nur aus dem Augenwinkel. Selbst wenn man nämlich die Nase voll hat von Fussball und Real Madrid, selbst dann, kann man nicht umhin, ständig wieder daran zu denken. Fast wie mit den Frauen! Das war im Juni. Und jetzt? Es ist Ende August, Real hat das erste Liga-Spiel gewonnen und den grossen Raúl verabschiedet. Und wir sind längst wieder Feuer und Flamme für RMCF, Bier und Kurvenfieber!!

Es gibt mehrere Themen die Real Madrid in den letzten Tagen und Wochen beschäftigt haben. Ihnen widmen wir nun ein paar Blogeinträge! Und auch sonst werden wir wieder aktiv unsere subjektive Wahrnehmung bei allem rund um RMCF teilen. Viel Spass beim Lesen und auf eine gute Saison unserer Mannschaft und vielen Triumphen!

HALA MADRID

Donnerstag, 2. Mai 2013

Ehre dem madridismo

Nun da Real aus der Champions League ausgeschieden ist und der Traum von Wembley geplatzt ist, sind einige Anmerkungen angebracht:

Obwohl wir über die sportliche Leistung Reals nicht glücklich sein können (das desaströse Hinspiel ebnete Dortmund den Weg zum Weiterkommen), können wir auf RMCF, und besonders auf den madridismo, stolz sein.

Real hat die Königsklasse mit erhobenem Haupt verlassen. Nach der Demütigung in Dortmund reagierte die Mannschaft, stürmte bis zum bitteren Ende an und glaubte an das Wunder. Es wäre nicht die erste historische Aufholjagd des Klubs gewesen (zahlreich sind die epischen Rückspiele im Bernabéu, besonders mit Juanito auf dem Platz), und beinahe wurde sie erreicht. Eine bessere Chancenauswertung und wir würden bereits die Koffer packen für nach London. Auch wenn sportlich gesehen einige Spieler kritisiert werden können: Gekämpft haben alle. Sie haben alle ihr Bestes gegeben, haben um jeden Meter gekämpft und das Wappen geehrt. Wie ein Trainer und Freund immer sagt: „Im Fussball kann alles passieren, man gewinnt oder verliert. Aber wichtig ist, wie man es macht, und dass man alles gibt.“ Und deshalb wurde die untröstliche Mannschaft vom Bernabéu mit Applaus und Sprechchören verabschiedet.

Womit wir bei den Fans wären. Normalerweise, nein, eigentlich praktisch immer, lassen viele RMCF-Fans viel zu wünschen übrig: Zu viele pipas, zu wenig Support und sogar einige, die 90 Minuten still sitzen um dann aufzustehen und dem Gegner zu applaudieren. Die Mannschaft bedingungslos anfeuern? Nur die Gruppe hinter dem Tor, wie es Mou ausdrücken würde. Aber in diesem Halbfinale waren die Fans auf der Höhe des Vereins: Der 12. Mann war da. Trotz der unverschämten Preise, die Präsident Pérez wieder einmal ansetzte, trotz der vielen Deutsche, die mit viel Geld auf dem Schwarzmarkt lockten. Die Strassen beim Fondo Sur kochten, als sich der Mannschaftsbus Reals im Schritttempo einen Weg durch die euphorischen und in einem Zustand der Ekstase befindenden Massen bahnte. Die Spieler nahmen die Kopfhörer ab und trauten ihren Augen kaum: Ohrenbetäubende Gesänge, Rauch und Bengalen. Das Stadion ein riesengrosser Hexenkessel, Gänsehaut pur. Nur ab und zu waren die Dortmunder zu vernehmen. Wir glaubten an die Remontada, die Aufholjagd. Und sie glückte fast.

Barcelona und seine Fans dagegen, taten nur so als würden sie daran glauben. Und gingen deshalb klang- und sanglos unter. Die vielen wutentbrannten Tweets von culés mit „Tito muerete“ (Tito stirb) zeugen von der Armseligkeit einer Fangemeinde, die gar keine ist, und die mehr vom Scheitern Madrids (man sehe die vielen hämischen Kommentare nach dem Ausscheiden Reals) lebt, als vom Stolz über den eigenen Verein. Während viele von uns Real Fans das Rückspiel Farsa nicht einmal gesehen haben, und uns die erneute Erniedrigung des katalanischen Klubs nicht annährend über das Ausscheiden Reals hinwegtröstet, starrten viele culés in die TV-Röhre und freuten sich, als der Hauptstadtklub ausschied. Ein Klub kann noch so viel Geld haben. Doch die Fan Treue ist nicht käuflich. Im Gegenteil: Zu viel Geld und Berühmtheit füllt die Ränge mit Touristen und Modefans, auch bei Real. Und doch haben wir immer noch mehr treue Anhänger, die gegen die Vermarktung unserer RMCF’s kämpfen und für die traditionellen Werte Reals einstehen.


La Décima, die zehnte CL, die wird schon noch kommen. RMCF ist über 110 Jahre alt und wir haben keine Eile. Madrid vibriert ihr entgegen, auch weiterhin. Wichtig ist, dass der madridismo geeint bleibt und die Mannschaft ab jetzt immer so unterstützt wie in diesem Rückspiel. Und jetzt holen wir uns die Copa del Rey.

HALA MADRID!


Donnerstag, 28. März 2013

FORZA MOU

Wenn ich an den Abgang Mourinhos Ende Saison denke, dann ergreift mich eine Frustration wie bei einem verlorenen Krieg. Ein Krieg, bei dem der Verlierer Real Madrid heisst, weil der bestmögliche Trainer den Klub verlässt.

Seit der Ankunft des Portugiesen hat sich alles verändert. Er hat vielen die Augen geöffnet, Parasiten rausgeworfen und RMCF zu einer saubereren und transparenteren Institution gemacht. Die Presse ist nun in ihrem Bestreben die madridistas zu manipulieren beschnitten: Viele Real Fans trauen diesen "pro-Real" Journalisten nicht mehr, deren einziges Ziel höchstmögliche Verkaufszahlen (auch auf Kosten des Klubs) ist. Mourinho gibt diesen Asgeiern keine Interviews, er spielt ihnen keine vertraulichen Informationen zu und er ist nicht nett zu ihnen. Und das stört sie. Vorher konnten sie Trainer einstellen und entlassen, hatten einen Freipass im Bernabéu und konnten die Aufstellungen mitbestimmen. Jetzt nicht mehr. Und das ist, für den madridismo, eine tolle Neuigkeit.

Zweifellos hat Real Madrid bereits vor der Ankunft von Mou exisitert. Und RMCF wird auch immer weiter existieren, auch ohne ihn. Aber vor ihm waren wir in einer Spirale der Fehlschläge gefangen. Barcelona war auf der Überholspur, im Cup verloren wir gegen Drittligisten und in der Champios League kamen wir nie über die Achtelfinale hinaus und waren die Lachnummer Europas: Wir wurden weder auf nationaler noch europäischer Ebene respektiert. Aber stimmt, dafür hatten wir ja viele "Werte", der sogennante "Señorio". Doch wie José es ausdrückt: "Señorio ist auf dem Feld zu sterben, nicht billige Philosophie." Und das ist Real Madrid, das hat diese Klub immer ausgemacht: Kampfgeist und Ehre.
Wir besiegten mit Mou das "beste Barcelona aller Zeiten": Wir eroberten die Copa del Rey, jagten Guardiola ins Exil, gewannen den Supercup und haben Barsa jüngst im Halbfinale des Cups eliminiert. In den direkten Duellen sind wir nun moralisch im Vorteil, und das hat José Mourinho geschafft. Genauso wie die Wende in der Champions: In Europa fürchtet man sich jetzt vor RMCF.

Einige denken, dass wir "mourinhistas" keine madridistas sind. Doch diese Leute irren sich. Wir wollen nur das Beste für Real, und das Beste ist Mourinho, so einfach ist es. Wir haben es satt, mittelmässige Trainer zu haben, die von der Presse manipuliert werden und keine Autorität haben. All die madridistas, die "antimourinho" sind, werden am Tag nach dem Weggang von Mou bereits bereuen, diese Einstellung gehabt zu haben. Er ist der ideale Trainer für eine Mannschaft voller verwöhnter Stars. Der Portugiese stellt jeden auf seinen Platz und macht klar, wer das Sagen hat. In einem solchen Team ist dies das A und O.

Es ist wahr, dass Mou z.B. bei Pressekonferenzen manchmal eine ungewohnte Härte an den Tag legt und vielen vor den Kopf stösst. Doch genau in Madrid, im wohl brutalsten medialen Umfeld ganz Europas, ist ein solch starker Charakter, der dem Druck standhält, unabdingbar.

Wenn jetzt viele Medien (auch italienische und englische) die Gerüchteküche über einen möglichen Weggang Mourinhos anheizen, machen sie dies sicher auch aus der Gewissheit, wie viele Tage des Ruhms noch auf RMCF warten. Die Allianz Real Madrid - Mourinho ist gefährlich für alle Klubs, die den CL-Gewinn anstreben. Und gerade deshalb müssen wir Fans ihm unsere Unterstützung zeigen: DER MADRIDISMO WILL DICH WEITER BEI SICH HABEN, JOSÉ MOURINHO!


Auch berna madridista wird an der Demo vor dem Spiel gegen Levante (6. April, 16.30 Uhr) vertreten sein. Und wenn die Demo nichts bringt und wir wieder in den Sog des Instabilitätswirbels kommen? Dann können wir zumindest sagen, dass wir dagegen angekämpft haben.

ADELANTE MADRID, FUERZA MOU!

Montag, 25. Februar 2013

Briefing zu den nächsten 7 Tagen



Die entscheidende Woche ist da. Zeit, das Wichtigste dieser Tage zusammen zu fassen:

Dienstag, 26. Februar. 21:00 Uhr.

Es ist das Halbfinal-Rückspiel des Cups seiner Majestät, dem König von Spanien. Diese erste Schlacht wird entscheidend für die Moral unserer Truppen sein und nur ein Sieg (oder ein 2-2, 3-3, u.s.w. Unentschieden) verhilft uns zum Finaleinzug. Wer aus dem Camp Nou als Gewinner hervorgeht, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit den ersten wichtigen Titel holen. Da Real aus dem Liga-Rennen praktisch ausgeschieden ist, wäre es von grosser moralischer Wichtigkeit, sich die Chancen auf den Cup-Sieg zu sichern. Ausserdem spielen wir gegen den Erzrivalen, den es immer zu besiegen gilt. Barsa hat stark nachgelassen: Sowohl gemessen an den Resultaten (2-0 Niederlage in Mailand) wie auch spielerisch. Das Tiki-Taka bringt die Leute zum Gähnen und verschönert mit dem hohen Ballbesitz lediglich die Statistik - denn die Schüsse aufs Tor steigen damit nicht. Ausserdem ist ihre Defensivabteilung alles andere als sicher. Ausschlaggebend wird sein, dass Real, anders als beim Hinspiel, seine Torchancen eiskalt nutzt. Nur wenn RMCF Barcelona mit Treffern unter Druck setzt besteht die Chance, dem madridismo eine historische Nacht zu bescheren.

Samstag, 2. März. 16:00 Uhr.

Noch vor unserer wichtigsten Schlacht in England wird der katalanische Feind sich in unser Santiago Bernabéu wagen. Ihr Ziel ist es, denn bereits riesengrossen Abstand auf Real auszuweiten und uns moralisch zu schwächen. Das Resultat ist für uns deshalb weniger relevant. Doch wenn wir mit dem Motivationsschub vom Dienstag ausgestattet sind, wäre es die passende Möglichkeit, die Gäste mit einer Niederlage heimzuschicken und die bestehenden Verhältnisse in der Ligatabelle offen anzuzweifeln. Verlieren wir aber im Cup-Rückspiel, wird unsere Mannschaft Blut schwitzen müssen, um bei den eigenen Fans nicht noch mehr in Ungnade zu fallen. Sportlich gesehen wäre es besser, bei diesem Spiel einige Akteure zu schonen. Die historische Dimension des Clásicos blendet aber solche rationelle Überlegungen aus - und verpflichtet zu vollem Einsatz.

Dienstag, 05. März. 20:45 Uhr.

Die Invasion der Insel. Der D-Day in Old Trafford. Real Madrid muss nach dem negativen Hinspiel-Resultat (1-1 zu Hause) mit der gleichen Ausgangslage kämpfen wie gegen Barsa im Cup. Real wird dabei praktisch allein sein - viele socios, die Tickets für dieses Spiel bezogen haben, haben RMCF verraten und ihr Ticket im Internet verkauft, womit Real wohl nicht auf eine allzu grosse Unterstützung zählen kann, auch wenn getreue Truppen (u.A. aus Bern) trotzdem anreisen werden. Manchester United wird ausserdem das im Bernabéu erzielte Resultat mit Händen und Füssen verteidigen. Wer aus diesem Duell als Sieger hervorgeht, wird unheimlich viel Moral für die Fortsetzung des prestigeträchtigsten Turniers Europas tanken und voller Selbstbewustsein ins Viertelfinale gehen. Nach epischen Schlachten in der Gruppenphase gegen die Meister aus England, Deutschland und Holland (andere, z.b. Farsa, hatten es entschieden einfacher), messen wir uns erneut gegen die Engländer. Das Weiterkommen gegen ManU wird schwierig, aber wenn wir es erreichen werden uns alle anderen fürchten, so wie in früheren Zeiten ganz Europa Spaniens "Tercios" fürchteten.

Historisch gesehen ist es sich RMCF gewohnt, alles gegen sich zu haben. Auch jetzt: Die Medien, die Resultate und die vielen antimadridistas. Es ist Zeit, sie alle zum Schweigen zu bringen. Bürger von Barcelona, hört ihr das? Es sind die Trommeln der weissen Truppen die sich nähern, um das Campo Nuevo einzunehmen...

DIE ENTSCHEIDENDE WOCHE HAT BEGONNEN. VAMOS REAL!

Samstag, 2. Februar 2013

Wenn der Musterschüler gar keiner ist


Vor nicht zu langer Zeit, nach einer Niederlage Real Madrids gegen Barcelona, sagte Xavi Hernández (Doppelmoralist par excellence) noch vor Beginn des Interviews (also eigentlich "Off the record"): "Real Madrid, die können einfach nicht verlieren, nur rumheulen". Wir wissen alle, dass Barcelona ein guter Verlierer und der Inbegriff von Fairplay ist (mode ironic ON), aber am Mittwoch gegen Real zeigten die Katalanen auch, dass sie sehr gut mit einem Unenschieden umgehen können. Besonders Leo Messi gab uns dieses Mal Lehrstunden was bei Barsa unter "Valors" (Werte) verstanden werden kann. Dies lädt uns dazu ein, die Liste der Gentleman-Aktionen (die sicher nicht vollständig ist) des Musterschülers der Presse und Weltöffentlichkeit zu verlängern:

- Messi vermutet, dass Málagas Duda eine Schramme im Gesicht hat und hilft ihm mit Speichelflüssigkeit, da dieser heilende Wirkung nachgesagt wird.
- "Freundliche" Zurechtweisung" der anti-Diva gegen Teamkamarad Cuenca weil dieser den Ball nicht zurückspielt. Cuenca geht schliesslich zu Ajax ins Exil.
- Ohne Chance auf den Ball, springt Messi auf und schlägt Maicon mehrere Zähne raus. Gratis! Leo verzichtete sogar auf sein Zahnarzthonorar! 
- Mit viel Liebe schmettert Leo den Ball ins Publikum des Bernabéus und lacht entwaffnend.
- Freundliche Gesten Richtung Real-Bank und liebevoller Schubser an Coentrao. Barsa liegt vorne und Leo lehrt uns die Kunst des guten Gewinnens.
- Lionel schickt Mourinho Luftküsse in Form von Spucke.
- Hysterische Schreie und Beleidigungen zu Tello, weil dieser ihm den Ball nicht zuspielt. Er will ja nur sein Bestes. 
- Nennt Drenthe einen Neger (aber nur, um zu zeigen, wie man es nicht sagen sollte).
- Bei einem Training geht er auf Mitspieler Bartra los, weil dieser ihn foult. Aber der gute Messi verträgt sich längst wieder mit ihm (komischerweise spielt Bartra keine Minute mehr). 
- Nette Zurechtweisungen zu David Villa weil dieser ihm den Ball nicht spielt. Seither sitzt der spanische Rekordtorschütze auf der Bank. 
- Höflichkeitsbesuch im Parking von der Heimmannschaft um Arbeloa, vor seiner Frau und seiner Tochter, zu beleidigen. 
- Der Trip dorthin wird auch gleich genutzt, um Karanka ein paar versöhnliche Worte zuzuwerfen. 
- Eine erneute freundliche Spuckattacke Richtung RM-Ersatzbank - schliesslich muss man Freundschaften pflegen.

Ja, der Messi ist der Inbegriff der Bescheidenheit und des fairplays. Schade können nicht alle wie er sein, besonders C. Ronaldo! Der Hormonenzwerg, der mehr Ballons d'Or besitzt als Hirnzellen, ist für alle Kinder ein Vorbild. Auch modisch, wie er bei der letzten Ballon d'Or Vergabe bewies.

Hernández übrigens, der uns als schlechte Verlierer zu bezeichnen pflegt, vergoss am Mittwoch die meisten Tränen: Der Schiri war Schuld, wir waren eigentlich besser, Real lebt von unseren Ballverlusten, wir haben sie verschont, das Ausgleichstor kam nach einem inexistenten Eckball, CR hätte gelb sehen müssen, buaah buahh buahhhh... Liter von Tränenflüssigkeit, gespendet an UNICEF, wie grosszügig!

Der Fussball ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, im Guten wie im Schlechten: Korrupte Institutionen (aktuellstes Beispiel die "Qatargate Affäre"), Medien die ihr Metier mit Füssen treten und eigennützige Interessen verfolgen und der allseits bekannte Sektor von "politsch Korrekten", die entscheiden, wer die "Guten" und wer die "Bösen" sind. Hauptsache es wird nicht differenziert selber gedacht. Doch wie auch ausserhalb des Sports, gibt es im Fussball kein Schwarz und Weiss. Oder wie es unser Callejón an der Pressekonferenz ausdrückte: 

"Die Guten sind nicht so gut wie sie es vorgeben und die Bösen nicht so bös wie sie dargestellt werden"

PEPE ALÉ, ADELANTE MOU! MESSI & CO FÄHRT ZUR HÖLLE, IHR SEID ZU BESCHEIDEN FÜR DAS PARADIES!

Dienstag, 29. Januar 2013

Der madridismo: Von Sturm zu Sturm

"Euer Blog ist tot", sagte mir heute ein Arbeitskollege und Kamerad. Nein, der Blog ist nicht tot. Dass in letzter Zeit kein Eintrag darauf erschien hat auch nicht mit einer nachlassenden Motivation und Aktivität für RMCF zu tun. Im Gegenteil: Aktiv ist berna madridista daran, mehrere Reisen nach Madrid sowie einen massiven Transfer nach Manchester zu organisieren. Auch entwerfen und produzieren wir Material, bereiten bald wieder Tifos vor, üben Aktivismus aus in unserer Bar oder auf der Strasse... Denn bei einem Klub wie Real Madrid, von dem sportlich alles verlangt wird, dessen Fans in vielen Fällen wie verwöhnte und ungeduldige Kinder sind (also keine Fans) und bei dem die Medien nur Geld rausholen wollen, ist die beste Form Real Madrid zu unterstützen, der Aktivismus.

Nach längerer Zeit der Inaktivität auf dem Blog ist es also wieder Zeit für einen Eintrag... Fassen wir die Ereignisse der letzten Wochen und Tage zusammen:

- Die Kampagne gegen Mou:

Die Heftigkeit und Gehässigkeit, mit der die mediale Kampagne gegen Mourinho (und zwar fast von der ganzen Medienlandschaft Spaniens) geführt wird, ist wohl etwas einmaliges. Der folgende Artikel listet alle bisher gebrachten Beleidigungen von professionellen (was nicht heisst sie seien gut) Journalisten:
http://www.sillonbol.com/noticias/la-trituradora

Wie dem Link zu entnehmen ist, wurde Mourinho bereits mit Hitler, Goebbels, Mussolini und Schettino (Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffes) verglichen, er sei "die typische Person, die einen Angefahreren einfach liegenbleiben lässt", er wurde als portugiesischer Nazi bezeichnet, als Clown, als Idiot, als Krebsgeschwür, als Diktator, als Hooligan, als Faschist, als Auftragskiller, als mental gestörter und wurde mit einem Primaten verglichen. WIR REDEN ÜBER KEINEN KRIEGSVERBRECHER, SONDERN ÜBER EINEN FUSSBALL-TRAINER.
Wer angesichts dieser Bande von ANTIMADRIDISTAS nicht auf den Boden kotzt und sich nicht schützend vor unseren Trainer stellt, IST KEIN MADRIDISTA. Kritik an Spielern, Trainer und Direktive gehören zum gesunden MADRIDISMO. Aber eine solche Kampagne ist schlicht und einfach kriminell. Es ist ein Wunder, dass Mou nicht schon lange die Nase voll hat von dieser erbärmlichen Presselandschaft... Und wenn er dann geht und wir wieder einen Luxemburgo oder Queiroz an der Seitenlinie haben und der Trainer jeweils nicht länger als ein Jahr bleibt, wird manch ein Kritiker Mourinho nachtrauern.

- Lügen haben kurze Beine:

Teil der bereits beschriebenen Hetzkampagne war die lächerliche Vorstellung der Sportzeitung Marca. Diese selbsternannte "Real-nahe" Zeitung belügt schon seit Jahren seine Leser und versucht, seine Interessen (nicht zu verwechslen mit den Interessen von Real) beim grössten Klub der Welt durchzubringen. Was die Marca schmerzt, ist dass vor nicht all zu langer Zeit, die Trainer bei Madrid alles taten um in ihrer Gunst zu stehen: Exklusiv-Interviews, Einladungen zum Essen (Restaurante Txistu!), Freipass im Stadion, etc. Doch unter Mourinho hörte dies auf und die Journalisten, die kurz vorher noch lauthals nach ihm geschrien hatten, schauten sich enttäuscht an. Seither haben sie verzweifelt versucht, den madridismo gegen Mou aufzubringen. Der letzte Angriff startete mit der Titelseite "Wir oder Mou, Presi" und beinhaltete die Info aus "sicherer" Quelle, dass Casillas und Ramos dem Präsidenten Pérez ein Ultimatum gestellt hätten. Als daraufhin Pérez sofort vor die Medien trat und die Marca scharf kritisierte und der Lügen bezichtige, brachte Marca in einer noch lächerlicheren Ausgabe den "Beweis" in Form eines abgedruckten I-Phones mit Whatsapp Unterhaltung. Ganz Spanien lachte sich tot, Twitter brannte, die Verkaufszahlen von Marca sinken weiter. Aber es ist erst Frieden, wenn Marca am Ende ist.

- Die Goalie-Frage:

Mourinho hatte Recht. Im Sommer wollte er einen zweiten Torhüter mit genügend Erfahrung, der mit Casillas um den Posten kämpfen könnte. Warum? Weil ohne Konkurrenz die eigene Leistung nachlässt. Eine menschliche Reaktion. Deshalb war der Casillas der Hinrunde ein Schatten seiner früherer Form. Bis der Trainer entschied (das ist sein Job) unter riesigem medialen Getöse, "Den Heiligen" (der keiner mehr ist, besonders bei hohen Bällen) auf die Bank zu setzen und dem madridista Adán eine, EINE!!!, Chance zu geben. Die Hobby-Madridistas, die gerne von "Nachwuchs fördern" sprechen, pfiffen Adán, einem Madrilenen der dem Klub immer treu war (16 Jahre lang!), gnadenlos aus. Eben: Verwöhnte, ungeduldige und dumme Kinder. Denn dass Adán wahrscheinlich nicht das Zeug zum 1. Goalie hat, wissen wir, und auch der Trainer. Doch es musste Mal ein Zeichen gesetzt werden. Und siehe da: Die Leistungen des Welt- und Europameisters wurden nach dieser Massnahme umgehend besser.

- Die Hure des Kapitäns:

Die Journalistin Sara Carbonero sagte gestern (was für ein Zufall: kurz vor dem Spiel Real - Barsa) bei der mexikanischen Sendung "Televisa" folgendes: "Die Spieler kommen nicht mit Mourinho aus. Es gibt eine Zersplitterung der Mannschaft." Nun, nichts neues, vor allem wenn man bedenkt, bei welchen Medien (Marca, u.A.) sie arbeitet. Jedoch handelt es sich auch um die Freundin von Casillas. Ja, Iker Casillas, unser Kapitän. Der, der vor einigen Tagen noch, über realmadrid.com das Ultimatum von Marca als erfunden bezeichnete. Indirekt nenne die Carbonero also ihren Iker einen Lügner. Die Äusserungen von Sarita können nun drei Dinge bedeuten:
1) Sara lügt, will ihren Arbeitgeber Marca unterstützen, pfeifft dabei aber vollständig auf ihren Freund, der sie in diesem Fall IN DEN NÄCHSTEN TAGEN VERLASSEN SOLLTE und mindestens eine scharfe Verurteilung der Worte dieser Schlange veröffentlichen.
2) Sara lügt nicht und hat es Casillas entlockt. In dem Fall sollte Casillas sie IN DEN NÄCHSTEN TAGEN VERLASSEN und es ebenfalls dementieren.
3) Sara macht es im Auftrag von Casillas. Dann sollen beide zur Hölle fahren, aber vor allem Iker, denn das würde HOCHVERRAT bedeuten. Ob ein Trainer bleibt oder nicht das entscheidet der Vorstand, kein Spieler steht über RMCF!

Wir hoffen, dass wir ein für alle Mal aus diesem Hurrikan ausbrechen können...  Und das vor einem solchen Spiel wie dem heutigen, nicht über solche Skandale, Hetzkampagnen und Intrigen geschrieben werden muss.

VAMOS REAL!

Donnerstag, 29. November 2012

Wir kämpfen weiter

Heimspiele bei denen die gegnerische Fan-Schar lauter ist als 80'000 „madridistas”… Heimspiele bei denen die eigene Mannschaft nach 15 Minuten bereits ausgepfiffen wird… Wenn sich ein madridista über etwas schämen muss, dann über die eigenen „Fans“. Am Dienstag beim Cup wurden dann die Anfeuerungsrufe für unseren Trainer mit Pfiffen traktiert. Einen Trainer, der uns endlich wieder zu Titeln und Freude geführt hat. Der lächerliche Darbietungen wie die Niederlagen gegen Drittligisten aus der Welt geschafft hat, der den Spielern Feuer unter dem Arsch macht und der RMCF gegen jegliche Angriffe verteidigt. Wir von bernamadridista empfehlen euch diesen Artikel eines Kameraden von „Madridismo Activo“ http://rmcfmadridismoactivo.blogspot.com/ den wir so wahrheitsgetreu wie möglich für euch übersetzt haben:

„Am Dienstag erfüllte RMCF in souveräner Manier die Pflicht im Cup gegen Alcoyano weiterzukommen. Das Spiel war bereits nach dem Hinspiel entschieden und so war das Rückspiel fussballerisch gesehen eine reine Formsache. Und wenn dieses Turnier nicht das Format verändert, dann werden solche K.O.-Spiele sehr wenig Interesse erwecken, aber das ist ein anderes Thema.

Mir gefiel nicht was ich gestern sah. Mir gefiel nicht, wie ein Teil des Publikums vom Bernabéu sich in einen Krieg gegen ich-weiss-nicht-wen stürzte. Ich weiss nicht ob gegen Mourinho, ob gegen die hinter dem Tor, ob gegen die, die eine andere Meinung vertreten als AS und Marca... Oder ob gegen Real Madrid.
Es geht mir als madridista nicht in den Kopf wie das Publikum auf die "¡¡¡Jose Mourinho, Jose Mourinho!!!" Rufe aus dem Fondo Sur mit Pfiffen reagieren kann. Irgendetwas muss im Sterben liegen beim madridismo, irgend eine Schraube muss sich in den Köpfen dieser Fans gelockert haben, wenn Anfeuerungs-Rufe für unseren eigenen Trainer ausgepfiffen werden, wenn sie sich gegenüber den eigenen Spielern gegenüber apathisch verhalten oder wenn sie mit mehr Enthusiasmus Spieler von aussen bejubeln und beklatschen (Fall Llorente oder Silva).

Der Fondo Sur ist der einzige Ort in diesem Stadion, von welchem aus die Mannschaft unterstützt wird und ich denke bei dieser Erkenntnis wird niemand gross protestieren.
Der Rest des Publikums, oder die Mehrheit zumindest, um nicht zu verallgemeinern, sind "madridistas aus altem Adel", Pipas-Fresser, die die Meinung vertreten, dass das Anfeuern der Mannschaft etwas für Höhlenbewohner ist und die wohl nicht aufhören werden, bis der Rasen des Bernabéus so aussieht...



Dieser Teil der Fans steht bei den Titel-Feiern bei der Cibeles zuvorderst und sind nur dann hörbar, wenn 4-0 gewonnen wird (manchmal nicht einmal dann) oder wenn man den Llorentes, Silvas oder Ronaldinhos applaudieren kann. Fans die ein Format haben, das dem Burschen entspricht, der beim Ausgang des Bernabéus von PuntoPelota auf die Frage „Stehst du hinter Mou?“ so antwortet: „Wenn er die Champions League gewinnt, hat Mou rendiert, ansonsten ist er für nichts.“ Das ist die Sorte von Fans die wir haben. Es klingt erbärmlich, aber es ist die Wahrheit. Fans die, wie Juanma Rodriguez in seinem blog „El penúltimo raulista vivo” sagt, Mal in den Spiegel schauen und sich viele Fragen stellen sollten.

Es ist sehr, sehr traurig solche Episoden wie die vom Dienstag zu sehen. Die die nicht anfeuern wollen feuern nicht nur nicht an, sondern sie pfeifen auch noch die aus, die die Mannschaft unterstützen. Sie sind manipuliert von einer Presse die Tag für Tag, Woche für Woche, eine Kampagne gegen den Trainer führen. Ein Kampagne die an jenem Tag begann, als sich die Journalisten bewusst wurden, dass Mou sie nicht zum Essen einladen, dass er sie nicht ins Txistu (berühmtes madrider Restaurant in dem frühere Trainer mit Journalisten ein und aus gingen)) ausführen und dass er ihre Intrigen nicht unterstützen würde. Für mich steht fest dass, wenn die Fans nicht fähig sind, sich von den Abfallprodukten von AS, MARCA, Punto Pelota und ihren dazugehörenden Journalisten zu distanzieren, zu merken, dass der Trainer ohne den Rückhalt des Klubs und inmitten eines Tsunamis journalistischer Scheisse trotzdem RMCF verteidigt, diese Fans KEINE MADRIDISTAS sind.

Ich weiss nicht was unser Kurs sein wird, wenn das Schiff von einer Sekte gesteuert wird. Am Schluss wird Mou gehen (ich weiss nicht wie er das so lange aushält) so wie es gewisse Leute fordern, und wir werden zu früheren Zuständen zurückkehren: Ein Trainer nach dem Geschmack der Presse, der ihr Exklusiv-Interviews und Insider-Infos gibt und mit ihr einen „Nicht-Angriffs-Pakt“ abschliesst, egal wie schlecht dass es sportlich läuft. So lange bis er gegen die Presse aufmuckt, um dann wieder in einen Krieg zu gehen, bei dem nur wir madridistas, gegeneinander aufgehetzt, verlieren, so wie man am Dienstag sehen konnte. Der Presse ist der Klub egal, auch der Nachwuchs, die Spielsysteme, die Resultate, La Décima, eigentlich alles was mit Real Madrid zusammenhängt, ausser der Profit, der beim Berichten über RMCF generiert wird. Je schlechter es läuft, desto mehr wird darüber berichtet und desto mehr Gewinn erzielt sie.
Dem madridismo muss etwas klar sein: Der Feind ist in ihm und in denen, die ihn manipuliert. Der Feind ist nicht Mou, der für diesen Klub arbeitet, der Feind sind nicht die, die Mou anfeuern, der Feind sind nicht die Spieler… Der Feind ist in den Leuten die diesen Klub nicht lieben und nicht sein Bestes wollen. Und die Presse-Armee, die uns ohne Kurs führen will, muss aus dem  kämpferischsten und non-konformistischsten madridismo heraus bekämpft werden.

Wappnet euch für den Krieg anti-madridistas, denn wir werden nicht ruhen, denn wir werden RMCF nicht in euren Händen lassen, wir werden nicht aufgeben und wir sind jeden Tag mehr, die gemeinsam mit jenen Treuen aus dem Fondo Sur die Mannschaft unterstützen. Aktiver und kämpferischer madridismo von der Strasse aus, von den Rängen aus und im Netz!“